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Ein Blick hinter die Kulissen: Laura Kansy über ihren ME/CFS-Film

Im Gespräch mit Laura Kansy erfahren wir mehr über ihren Film „Hello new body, how are you today?“, der das Leben mit ME/CFS kreativ einfängt.

Von Julia König7. Juli 20262 Min Lesezeit
Aktueller Stand

Im Gespräch mit Laura Kansy erfahren wir mehr über ihren Film „Hello new body, how are you today?“, der das Leben mit ME/CFS kreativ einfängt.

POTSDAM, 7. Juli 2026Eigener Bericht

Ein eindringlicher Film über ME/CFS

Laura Kansys Film „Hello new body, how are you today?“ ist ein außergewöhnliches Werk, das sich dem komplexen Thema der Myalgischen Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) widmet. Der Dokumentarfilm stellt die Herausforderungen und Lebensrealitäten von Betroffenen in den Fokus und vermittelt auf eindringliche Weise, wie diese Krankheit das Leben der Menschen beeinflusst. Dieser Film ist nicht nur ein künstlerisches Projekt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung über eine oft missverstandene und unterdiagnostizierte Erkrankung.

Die Entstehung und Absicht des Films

In einem persönlichen Gespräch erzählt Laura Kansy von ihren Beweggründen, diesen Film zu realisieren. „Es begann mit meiner eigenen Betroffenheit und dem Wunsch, das Unverständnis, das häufig mit ME/CFS einhergeht, sichtbar zu machen“, verrät sie. Über mehrere Jahre hat sie Betroffene begleitet, deren Stimmen oft ungehört bleiben. Der Film zeigt nicht nur ihre Geschichten, sondern bietet auch Einblicke in ihren Alltag, die Herausforderungen bei der Bewältigung der Krankheit und die Suche nach Selbstakzeptanz. Kansy gelingt es, die emotionale Tiefe und die Zerbrechlichkeit der Betroffenen authentisch darzustellen, ohne in eine moralisierende Erzählweise abzurutschen.

Bedeutung und Relevanz

„Hello new body, how are you today?“ hat das Potenzial, das Bewusstsein für ME/CFS zu schärfen und eine breitere Diskussion über chronische Erkrankungen anzustoßen. Laura Kansy betont die Bedeutung von Empathie und Verständnis im Umgang mit den Betroffenen. Der Film lädt nicht nur zum Nachdenken ein, sondern steht auch für eine gesellschaftliche Herausforderung: Wie gehen wir mit Krankheitsbildern um, die nicht sichtbar sind? In einer Welt, die oft schnelle Lösungen und sichtbare Erfolge erwartet, macht der Film deutlich, wie wichtig es ist, Geduld und Mitgefühl zu zeigen.

Durch die filmische Auseinandersetzung bringt Laura Kansy das Thema ME/CFS auf eine intime und ehrliche Weise auf die Leinwand. Ihr Werk kann als Anstoß verstanden werden, den Dialog zu fördern und die Sichtbarkeit von Menschen zu erhöhen, die unter dieser komplexen Erkrankung leiden. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Verständnis und Akzeptanz in der Gesellschaft.

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